Sehenswürdigkeiten

Am Rhein

Kehl am Rhein hat eine bewegte Geschichte. Diese Verbindungen zwischen Baden und Elsass, Krieg und Frieden spiegeln sich im Stadtbild wider. Gebäude, Plätze und Straßenzüge sind Zeitzeugen dieser spannenden Stadthistorie.

Gehen Sie mit uns auf einen Rundgang durch Kehl und seine Ortschaften und erfahren Sie mehr über die Kehler Stadtgeschichte.

Gerne bieten wir auch geführte individuelle Stadtrundgänge durch Kehl, Straßburg und die ganze Region an.


Entdecken Sie Kehl mit dem neu ausgeschilderten Rundweg

Der blaue Weg

Der blaue Weg: Gehen Sie auf Entdeckungsreise und lernen Sie die Kehler Geschichte näher kennen: Ein Stadtrundgang führt Sie zu Gebäuden, Denkmälern und Kirchen, welche die Entwicklung der Stadt dokumentieren.

2014 wurde der Stadtrundgang Richtung Rhein und Altrhein durch Hinweistafeln und Fußspuren ergänzt, so dass ein Rundgang nun auch ohne Informationsblatt möglich ist. Folgen Sie einfach den Fußspuren! 

Der blaue Weg (Tour 1) sowie zwei weitere Rundwege sind auch weiterhin im Informationsblatt in der Tourist-Information Kehl oder per pdf Datei verfügbar Stadtrundgang Kehl.


Passerelle des Deux Rives

Die Passerelle: Im Jahr 2004 haben Kehl und Straßburg gemeinsam die erste grenzüberschreitende Gartenschau ausgerichtet und im Zuge dessen das französische und deutsche Rheinufer durch die Passerelle miteinander verbunden. Die beiden Stege der Brücke, die Fahrradfahrern und Fußgängern vorbehalten ist, treffen sich in der Mitte des Rheines in einer 100 Quadratmeter großen Plattform. Der Pariser Architekt Marc Mimram, von dem der Entwurf stammt, wollte damit den Spaziergängern alle Möglichkeiten eröffnen, Freude an der Landschaft und Freude an der Verbundenheit zu erleben. Entlang der beiden Rheinufer erstrecken sich mehr als 50 Hektar Parkfläche mit altem, Schatten spendenen Baumbestand und großzügigen Rasenflächen, die zum Flanieren und Verweilen einladen. Von der Villa Schmidt bis zum Schwimmbad bietet die etwa einen Kilometer lange und bis zu 90 Meter breite Promenade Oasen der Ruhe und viel Platz in der Sonne. 

Die Brücke ist Symbol für Frieden in Europa und grenzüberschreitende Zusammenarbeit, was auch Barack Obama, Angela Merkel und viele weitere Regierungschefs im April 2009, während des NATO-Gipfels in Kehl und Straßburg, würdigten. 


Die Rheinpromenade

Die Rheinpromenade: seit jeher ein Naherholungsgebiet für die Bevölkerung aus Kehl, Straßburg und aus dem Umland. Auf kilometerlangen Spazierwegen erlebt der Spaziergänger den Rhein und seine Umgebung.

 

Villa Schmidt

Die Villa Schmidt: Die Villa Schmidt gilt als gelungenes Beispiel eines aufwändig gestalteten Wohnhauses des gehobenen Bürgertums zu Beginn des 20. Jahrhunderts und wurde deshalb vom Landesdenkmalamt unter Denkmalschutz gestellt. Sie wurde 1914 nach dem Entwurf von Mahr und Markwort auf dem Sockel eines Teils der ehemaligen Befestigungsanlage der Eisenbahnbrücke erbaut. Sie diente bis 1944 als Wohnhaus der Familie Ludwig und Agnes Schmidt (geb. Trick). Ludwig Trick war einer der drei Geschäftsführer der Zellstofffabrik Trick. Von 1945 bis 1992 war die Villa Schmidt Sitz der französischen Militärverwaltung. Heute ist sie ein Restaurant.


Weißtannenturm

Der Weißtannenturm: Seit 2003, im Zuge der Landesgartenschau erbaut, erhebt sich der Weißtannenturm majestätisch am südlichen Altrhein. Eingeweiht wurde der Weißtannenturm am Tag der Eröffnung der Landesgartenschau - in dem Jahr also, in dem die Weißtanne der „Baum des Jahres“ war. 210 Stufen führen auf die Plattformen des 44 Meter hohen Turmes. Er bietet eine beeindruckende Aussicht in alle Himmelsrichtungen, bis hin zum Schwarzwald und den Vogesen. Geplant hat den 70-Tonner die Werkgruppe Lahr: Drei Stämme aus dem Nordracher Forst, die von der Landesforstverwaltung und dem Weißtannenforum gestiftet wurden, sind die Grundpfeiler des Turms - ein dreischenkliges Dreieck, das mit einem filigranen Stahlnetz stabilisiert wird. Als weiteres architektonisches Element ist zwischen den drei tragenden Stämmen eine Gruppe aus schlanken Stämmen eingebracht, die einen Waldausschnitt versinnbildlichen sollen.


Altrhein

Der Altrhein: Er ist ein Überbleibsel einer längst vergangenen Zeit, als der Rhein noch nicht begradigt war und sich in vielen Mäandern durch die Landschaft schlängelte. Heute ist er eine grüne Oase in der Stadt. Ein Rundweg  lädt zum entspannten Spaziergehen und zwei Holzpodeste an seinen ökologisch sanierten Ufern zum Verweilen ein. Eine Seebühne bietet sich für Veranstaltungen jeder Art an.

 

Rathaus Kehl

Das Rathaus: Das heutige Rathaus der Stadt Kehl wurde 1817 nach Plänen des badischen Architekten Friedrich Arnold, einem Weinbrenner-Schüler, als zweigeschossige Kaserne gebaut und im selben Jahr durch ein drittes Geschoss (Kommandantenwohnung) erweitert. 1869 wurde dieses dritte Stockwerk aus verteidigungstechnischen Gründen abgetragen, da es den Militärposten im Turm der Christuskirche zur Beobachtung der Eisenbahnbrücke im Wege stand.

Nach der Annexion des Elsass’ und der Grenzverlegung als Folge des Krieges 1870/71 verlor die Kaserne ihre militärische Bedeutung - 1872 zogen ein Arzt und Schulklassen ein. Nach der Vereinigung der bis dahin selbständigen politischen Gemeinden Dorf und Stadt Kehl 1910 wurde das Gebäude zum Rathaus. 1921-23 setzte der Architekt Arthur Valendaire das dritte Obergeschoss wieder auf, veränderte und vergrößerte das Gebäude im neoklassizistischen Stil. Dazu zählten der von vier Säulen getragene Vorbau und ein Seitenflügel. 1999 erhielt das Gebäude seine jetzige Optik in Altrosa und das Giebelfeld einen Wappenschmuck.

Fünf Wappen zeigen eine Auswahl der zahlreichen Herrschaftshäuser, die Kehl einst in ihren Besitz genommen hatten (v. l. n. r.: Wappen des Hauses Nassau, Wappen des „Unser Frauen Werk“ der Stadt Straßburg, Wappen des Hauses Baden, Wappen der Bourbonen, Wappen der Herren Böcklin von Böcklinsau). Zwischen den vier Halbsäulen der Hauptfassade sind links das Wappen von Dorf Kehl, in der Mitte das Wappen der Vereinigung von Dorf und Stadt, welches 1934 durch das bis heute gültige Wappen auf der rechten Seite ersetzt worden ist.


Rosengarten

Der Rosengarten: Er schließt an den Altrhein an und entführt einen in das Reich der Blüten und Blumen. Die Anlage hat als Vorbild alte Kloster- und Burggärten und wurde im Zuge der Vorbereitung der Landesgartenschau komplett neu gestaltet. Jetzt ist er zu jeder Jahreszeit ein ruhiges Gärtlein, in dem die nahe, belebte Fußgängerzone weit entfernt scheint.

 

Friedenskirche

Die Friedenskirche: 1817 entstand hier im Westen des Marktplatzes an der Rheinstraße eine so genannte Notkirche für Katholiken und Protestanten, da 1793 deren Kirchen in der Festung Kehl zerstört wurden. Als die Notkirche baufällig wurde, machten beide Konfessionen ihre Ansprüche auf eigene Kirchen geltend. Die Landesregierung genehmigte aber nur den Bau einer Simultankirche. Den Entwurf fertigte Friedrich Theodor Fischer, auch ein Weinbrennerschüler. Am 27. Juli 1851 fand nach vierjähriger Bauzeit der erste Gottesdienst in dieser neugotischen Simultankirche, heute Friedenskirche, statt. Sie wurde von beiden Gemeinden benutzt, bis die katholische Gemeinde am 28. Juni 1914 ihr eigenes Gotteshaus, die Pfarrkirche St. Nepomuk einweihen konnte.


Mutter Kinzig

Die Mutter Kinzig auf dem Marktplatz: Das Denkmal erinnert an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71. Es wurde 1905 vor dem ehemaligen Rathaus der Stadt Kehl aufgestellt (dieses Rathaus befand sich zwischen dem Bistro und dem Pavillon der Tourist-Information). Die Eisengussfigur der Mutter Kinzig, ein Werk des Bildhauers Franz Xaver Reich aus Hüfingen, stand wie der Vater Rhein in einer Turmnische der 1861 eingeweihten Eisenbahnbrücke. Durch die 1870 teilweise Sprengung der Eisenbahnbrücke wurde die Mutter Kinzig im Rhein versenkt. Erst Jahre später konnte sie aus dem Rhein geborgen werden und wurde Teil des Kriegerdenkmals. In beiden Weltkriegen ist die Mutter Kinzig dem Schicksal, als Metallspende für Kriegszwecke zu enden, nur knapp entkommen.


St. Nepomuk

Kirche St. Johannes Nepomuk: Die St. Johannes Nepomuk Kirche wurde von 1911-1914 nach dem Entwurf von Johannes Schroth erbaut. Sie ist das erste katholische Gotteshaus der Stadt Kehl, nachdem die heutige Friedenskirche auf dem Marktplatz bis 1914 der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde der Stadt als gemeinsames Gotteshaus gedient hatte.

 

Rehfusvilla

Die Rehfusvilla: Die Rehfusvilla war das Haupthaus der ehemaligen Hutfabrik Rehfus (Verwaltung und Wohnhaus der Familie), welche 1867 von Lahr nach Kehl verlegt wurde. Der Gründer Carl Rehfus und sein Sohn Carl Johann Rehfus-Oberländer, der die Firma später übernahm, schafften es, die Firma fast 100 Jahre aufrecht zu erhalten. 1963 musste die Produktion eingestellt werden, da zu diesem Zeitpunkt der Hut nicht mehr zum täglichen Chic gehörte. Im Zuge der Sanierung des Stadtviertels Kahllach (1967-1998) wurden die Gebäude mit den Werkstätten abgerissen. Erhalten geblieben sind das Torbogengebäude (heute Wohnhaus und Café-Bistro) an der Fabrikstraße und die Rehfusvilla, heute Domizil grenzüberschreitender Institutionen.


Weinbrennerhaus

Das Weinbrennerhaus: Das Weinbrennerhaus wurde 1816 erbaut und gilt heute als das älteste Haus der Innenstadt. Den Entwurf dafür fertigte der große badische Baumeister und Architekt Friedrich Weinbrenner mit seinem Schüler Friedrich Frinz an. Das Gebäude war als Wohnhaus gebaut und ist eines der wenigen Schmuckstücke, das trotz der bewegten Geschichte der Stadt bis heute erhalten geblieben ist. Von 1886 bis 1916 diente das Weinbrennerhaus als amerikanisches Konsulat. Heute ist es Sitz städtischer Ämter.


Naturerlebnispfad

Naturerlebnispfad Rheinauenwald: Auf dem Naturerlebnispfad im Rheinauenwald können Sie den Rheinauenwald mit allen Sinnen entdecken und erleben. Die Weglänge des Naturerlebnispfades beträgt 3 km und ist bis auf den Pirschpfad gut mit Kinderwagen und Rollstuhl zu befahren. Der Naturerlebnispfad befindet sich im Rheinauenwald südlich von Kehl.

Wenn Sie eine Führung wünschen oder sonstige Fragen, Wünsche oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an die Umweltabteilung der Stadt Kehl.
Telefon 07851 88-1195.

Viel Spaß beim Erleben und Erkunden!

Flyer des Erlebnispfades Rheinauenwald

 
 
 

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