Mehrwegpflicht 2023

Mehrweg-Angebots-Pflicht ab 2023: Stadt möchte Gastronomen bei Umstellung unterstützen

Für Gastronomen und Lieferdienste gilt ab dem kommenden Jahr eine Mehrwegpflicht. Sie verpflichtet Gastronomiebetriebe dazu, ihren Kundinnen und Kunden neben Einwegverpackungen und Wegwerf-Geschirr auch Mehrwegbehältnisse anzubieten. Bei der Umstellung bieten die Stadtplanung/Umwelt sowie die Wirtschaftsförderung Kehler Gastronomen Unterstützung an.

Dr. Ann-Margret Amui-Vedel und Antje Lenz sitzen vor einer Auswahl an Mehrwegbehältnissen.
Ob Kaffee, Hamburger, Pizzen oder Sushi, Mehrwegbehältnisse gibt es für verschiedenste Speisen und Getränke. Umweltreferentin Dr. Ann-Margret Amui-Vedel und Antje Lenz (Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH) bieten Gastronomen Beratungen zum Thema an.

Viel Zeit bleibt nicht mehr: Nach dem Jahreswechsel gilt bundesweit die sogenannte Mehrweg-Angebots-Pflicht. Wer beispielsweise im Restaurant, im Café, aber auch an einer Tankstelle oder in der Kantine Speisen und Getränke zum Mitnehmen bestellt, dem darf die Bestellung nicht mehr schlicht im Einwegbecher oder in der Styroporschachtel gereicht werden. Stattdessen stehen Caterer, Gastronomen und Lieferdienste in der Pflicht, ihren Kundinnen und Kunden eine wiederverwendbare Alternative zu anzubieten. Ab dem 1. Januar 2023 besteht die sogenannte Mehrweg-Angebots-Pflicht. Gastro-Anbieterinnen und -Anbieter mit weniger als fünf Beschäftigten und einer Verkaufsfläche von weniger als 80 Quadratmetern müssen nicht zwingend eine Mehrwegalternative anbieten. Allerdings sind sie dennoch angewiesen, ihren Kundinnen und Kunden zu erlauben, eigene Mehrwegbehälter mitzubringen (beispielsweise Thermoflaschen für Heißgetränke).

Der Bereich Stadtplanung/Umwelt sowie die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH unterstützen und beraten die Gastronomiebetriebe bei der Umstellung. „Es gibt unterschiedliche Mehrwegsysteme mit verschiedenen Bezahlmodellen und für verschiedene Budgets“, berichtet die städtische Umweltreferentin Dr. Ann-Margret Amui-Vedel. Einzelne Mehrweganbieter aus München, Köln oder Stuttgart wurden auf Online-Veranstaltungen oder an Informationsständen auf dem Markt der Nachhaltigkeit bereits vorgestellt. Um den Gastronomen wenige Wochen vor dem Umstellungstermin adäquat helfen zu können, startet die Umweltreferentin gemeinsam mit Antje Lenz von der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH eine Umfrage, um die Anforderungen der Gastronomen an die Mehrwegsysteme zu eruieren. „Das wichtigste ist, dass jeder sein Deckelchen findet“, sagt Ann-Margret Amui-Vedel.

Bei Fragen zu Mehrwegsystemen können sich Gastronomen aus Kehl telefonisch unter 07851 88-4321 an Umweltreferentin Dr. Ann-Margret Amui-Vedel oder unter 07851 88-1510 an Antje Lenz (Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH) wenden.