Architekturausstellung

Verleihung der Hugo-Häring-Auszeichnung im Kehler Kulturhaus

Bis zum 28. Oktober sind die 40 Wettbewerbsbeiträge der Hugo-Häring-Auszeichnung vor dem Kehler Kulturhaus ausgestellt.

Bei einer feierlichen Preisverleihung wurden am Mittwoch, 8. Oktober, acht Architekten und Bauherrn mit der Hugo-Häring-Auszeichnung in Mittelbaden ausgezeichnet. Baubürgermeister Thomas Wuttke, der als Mitglied der sechsköpfigen Fachjury an der Auswahl beteiligt war, begrüßte die Gäste im Kehler Kulturhaus: „Es ist wichtig, dass wir in Zeiten, die für die Kommunen etwas schwieriger sind, über unsere gebaute Umwelt sprechen.“ Deshalb sei er dankbar, dass die Stadt Kehl die Hugo-Häring-Auszeichnung auf Kreisebene in diesem Jahr ausrichten durfte. Alle 40 Einreichungen sind noch bis zum 28. Oktober in einer Open-Air-Schau vor dem Kulturhaus zu sehen.

Über die Preisträger

Zu den acht ausgezeichneten Bauten zählt der Neubau Haus L der Fachklinik Haus Renchtal in Renchen (Planung: ARGE Haferkamp Kramer Wilkening Architekten und Lehmann Architekten, Offenburg; Bauherr: Baden-Württembergischer Landesverband für Prävention und Rehabilitation e. V.). Ebenfalls in Renchen wurde die Kindertagesstätte Blumenau ausgezeichnet, die von Boos Architekten (Renchen) für die Stadt Renchen geplant wurde.
 
In Offenburg überzeugte der Mietwohnungsbau 2 im Seidenfaden, entworfen von Lehmann Architekten (Offenburg) für die Wohnbau Offenburg. Prämiert wurden zudem das Werk 3 der Neugart GmbH in Kippenheim (Planung: W&V Architekten, Leipzig; Bauherr: Neugart GmbH) sowie das Projekt „Wohnen und Arbeiten unter einem Dach“ in Nordrach von Michael Welle, der gemeinsam mit Isabelle Müller auch Bauherr ist.
 
Weitere Auszeichnungen gingen an das „Schwarz Waldhaus“ in Wolfach (Planung: Röing Genannt Nölke Architekten, Münster; privater Bauherr), die Erweiterung der Franz-Rapp-Schule in Oppenau (Planung: Lehmann Architekten, Offenburg; Bauherr: Stadt Oppenau) sowie das Feuerwehrhaus mit DRK in Iffezheim, das von Bernd Zimmermann Architekten (Ludwigsburg) für die Gemeinde Iffezheim entworfen wurde.

Ausstellung vor dem Kulturhaus zeigt Architektur aus der Region

Wie sieht gute Architektur aus und welche Ideen machen Bauprojekte besonders?  Ab Montag, 5. Oktober, können sich Interessierte auf dem Vorplatz des Kulturhauses selbst ein Bild davon machen. Bei einer Außenausstellung werden dort bis zum 28. Oktober alle 38 Einreichungen für die Hugo-Häring-Auszeichnung 2026 der Kreisgruppe Baden-Baden, Rastatt, Ortenau präsentiert. Die Ausstellung findet im Rahmen der Europäischen Architekturtage statt.

Aus den 38 Einreichungen hat eine sechsköpfige Fachjury – darunter der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke – acht Projekte für eine Auszeichnung ausgewählt. Am Mittwoch, 7. Oktober, um 17 Uhr werden die Gewinnerinnen und Gewinner im Kulturcafé bei einer Preisverleihung gewürdigt.
 
Die Hugo-Häring-Auszeichnung gilt als einer der bedeutendsten Architekturpreise Baden-Württembergs und wird alle drei Jahre durch den Bund Deutscher Architektinnen und Architekten verliehen. Das Auszeichnungsverfahren umfasst zwei Stufen: Zunächst werden Projekte auf Ebene der Kreisgruppen ausgezeichnet. Anschließend wird der Hugo-Häring-Landespreis vergeben.