Rheingeflüster

Mehrere Tausend Menschen beim stimmungsvollen Kleinkunst- und Musikfestival am Altrhein

Mystische Atmosphäre, künstlerische Lichtinstallationen und bewusst leise Töne: Beim Rheingeflüster verwandelten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler das Gebiet zwischen Seebühne und Weißtannenturm am Freitag- und Samstagabend (18. und 19. September) in eine Flaniermeile für Kultur- und Kunstbegeisterte. Das beliebte Festival, das zum neunten Mal stattfand zog Publikum aus der ganzen Region an, darunter auch Touristen, die in Kehl zu Gast waren, auch vom Camping- und Wohnmobilstellplatz.

Dirk Bastian faszinierte als Meister am leuchtenden Diabolo ebenso wie beim Jonglieren mit Fackeln.

Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher flanierten von einer Bühne zur nächsten und konnten dort ganz unterschiedliche Darbietungen erleben. An der Seebühne war das Quartett Coco Dièze aus Freiburg mit Gypsy Jazz, Swing, Bossa Nova sowie französischem Valse Musette anzutreffen. Das Quartett besteht aus der marokkanischen Sängerin Mariame Chakly, dem Kontrabassisten Thais Salhab, dem Gitarristen Chris Huwer, der auch zur Geige greift, und dem Akkordeonisten Hans Clasen. An der nächsten Bühne ließ Schauspieler Markus Veith rabenschwarze Nachtgeschichten von Edgar Allen Poe lebendig werden. Nebenan erzählte Martin Hinder in seinem BauchLadenTheater mit alltäglichen Gegenständen kleine Geschichten für die ganze Familie. Auch Creeping Carnival von Anita Bertolami richtete sich an Jung und Alt: Mit Spülbürsten und andern Küchenutensilien ließ die Künstlerin eine unterhaltsame Fantasiewelt entstehen. Gegenüber erklangen Musik und Text zwischen den Welten: Das Duo Kaŝita Kanto verarbeitet in seinen Liedern Eindrücke aus seiner zweiten Heimat Indien. Eine akrobatische Achterbahnfahrt bot das Vertikaltheater von Noah Chomsky am Weißtannenturm: Sein Drunken Master unternahm den Versuch, hoch über den Köpfen des Publikums eine Laterne anzuzünden. Soul, Blues und Pop prägen das Repertoire der Freiburger Sängerin Skiaa, die sowohl bekannte Songs interpretiert als auch Eigenkompositionen. Ein Rheingeflüster ohne Licht- und Feuershow wäre undenkbar: Dirk Bastian aus Tübingen zu faszinierte nicht nur als flinker Diabolo-Meister, sondern hantierte ebenso geschickt mit Bällen, Keulen und Fackeln.

Umrahmt und in Szene gesetzt wurde das Geschehen ab Einbruch der Dunkelheit durch meterhohe Lichtskulpturen, farbig angestrahlte Bäume sowie einen im Spiel der Farben illuminierten Weißtannenturm.

Veranstalter des Rheingeflüsters war das Kulturbüro Kehl. Das nächste Rheingeflüster findet im September 2028 statt.

Impressionen vom Rheingeflüster

Erstellt am 20. September 2026