Spenden für Weißtannenturm

Spendenaktion für die Sanierung des Weißtannenturms

255 000 Euro wird die Sanierung des Weißtannenturms voraussichtlich kosten – das ist fast so viel Geld, wie 2002/2003 für die Errichtung des Aussichtsturms am Altrheinufer notwendig war. Weil der Turm aus Kehl nicht mehr wegzudenken ist, der Abbau also keine Alternative darstellt, hat der Gemeinderat entschieden, dass der zur grenzüberschreitenden Gartenschau 2004 eröffnete Turm trotz angespannter Finanzlage erhalten werden soll. Zur Deckung der Sanierungskosten soll das Kernstadtbudget herangezogen werden; weil das aber nicht ausreicht, startet die Stadt zusätzlich eine Spendenaktion.

Der seit Mitte Dezember gesperrte Weißtannenturm wird voraussichtlich ab Ende Juli saniert. Die Stadt sucht - wie schon beim Bau des Turmes - noch Spenderinnen und Spender für die Stufen.

Auch 2002/2003 war die finanzielle Situation der Stadt bescheiden, damals gründeten Gemeinderäte den Förderverein Weißtannenturm und verkauften erfolgreich die 210 Treppenstufen ebenso wie die Podeste an den Biegungen des Treppenaufgangs und die beiden Plattformen. Die Namen der Spenderinnen und Spender wurden an den entsprechenden Stellen angebracht und sind dort bis heute sichtbar. Die Täfelchen werden in jedem Fall in geeigneter Form erhalten bleiben. Einige der damaligen Förderinnen und Förderer des Weißtannenturms haben sich bereits gemeldet und werden ihre Stufen sozusagen erneut erwerben. Auch mehrere Kehler Unternehmen haben bereits Spenden zugesagt. „Dieses Engagement für unsere Stadt freut uns sehr“, sagt Oberbürgermeister Wolfram Britz.

Darüber hinaus sucht die Stadt weitere Spenderinnen und Spender, die zum Erhalt des bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebten Turms beitragen. Wer für eine Stufe (500 Euro), ein Podest (5000 Euro) oder für die Erneuerung des Belags der beiden Plattformen (Betrag frei wählbar) spenden möchte, kann dies über das Formular tun. Sobald die Spende formell vom Gemeinderat angenommen ist, erhalten die Förderinnen und Förderer eine Spendenquittung.

Weißtannenturm wird saniert – Kostenschätzung 255 000 Euro

Der zur grenzüberschreitenden Gartenschau 2004 errichtete Weißtannenturm wird saniert: Um die Kosten in Höhe von voraussichtlich einer Viertelmillion Euro zu decken, soll auch das Kernstadtbudget herangezogen werden. Darauf hat sich der Gemeinderat verständigt. Der bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebte Aussichtsturm ist seit Mitte Dezember gesperrt, weil seine Standsicherheit gefährdet ist. Das gilt dann, wenn sich mehrere Personen auf dem Turm aufhalten und gleichzeitig ein starker Wind bläst. Die Sanierung wird voraussichtlich Ende Juli beginnen; mit einer Wiedereröffnung des Turmes ist bestenfalls zum Jahresende zu rechnen.

Ein Ingenieurbüro hat inzwischen die notwendigen Arbeiten identifiziert, das Gebäudemanagement die zugehörigen Kosten ermittelt, die nach jetzigem Kenntnisstand anfallen werden, damit der Turm wieder zugänglich gemacht werden kann. Der voraussichtlich teuerste Posten ist das Gerüst für den 44 Meter hohen Turm – das städtische Gebäudemanagement rechnet allein dafür mit einem Betrag von etwa 48 000 Euro. Nur wenig günstiger kommt mit 45 000 Euro der Austausch der 210 Stufen, die bis zur in 35 Meter Höhe gelegenen oberen Plattform führen.

2003 wurde der Weißtannenturm am Altrhein von zwei Kranen aufgerichtet. Offiziell eröffnet wurde er mit der grenzüberschreitenden Gartenschau am 23. April 2004.

Schon als der Aussichtsturm zur Gartenschau errichtet werden sollte, war das Geld knapp: Damals gründeten Gemeinderatsmitglieder den Förderverein Weißtannenturm: Den Vorsitz übernahmen Margot Wohlbold-Melet und Karim Said; Schatzmeister wurde Werner Müll; zu Beisitzern wurden Wolfgang Maelger und Karlheinz Axt gewählt, der 2005 den Vorsitz übernahm. 2010 wurde der Förderverein aufgelöst, nachdem er seine Mission als erfüllt angesehen hatte. Den Mitgliedern des Fördervereins war es damals gelungen, Spenderinnen und Spender für die Stufen und die beiden Plattformen zu finden. Noch heute weisen kleine Metalltafeln auf die Namen der Mäzene hin. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde auch die Beleuchtung des Turmes vom Förderverein finanziert; zu den beiden Fontänen im Altrhein steuerte er 20 000 Euro bei, den Rest bezahlte die Stadt. Auch bei der Sanierung soll wieder eine Spendenaktion organisiert werden, um den Austausch der aufgrund der Durchfeuchtung maroden Treppenstufen zu finanzieren, kündigte Oberbürgermeister Wolfram Britz in der Gemeinderatssitzung an.

Darüber hinaus müssen die Stahlfüße des Turms freigelegt werden, damit der Rost entfernt und sie mit Stabdübelreihen verstärkt werden können. Auch die Windverbände gilt es zu entrosten und zu verzinken. Die Holzbeläge der beiden Plattformen mit einer Gesamtfläche von 130 Quadratmetern sind wahrscheinlich zu erneuern. Alle Schrauben am Turm werden überprüft und gegebenenfalls nachgezogen. All diese Arbeiten verursachen – geschätzt – rund 255 000 Euro an Kosten. Wie teuer die Sanierung des Weißtannenturms am Ende sein wird, lässt sich erst dann genauer beziffern, wenn die Angebote der ausführenden Firmen vorliegen.

Trotz diesem hohen Aufwand stehe der 2003 aufgerichtete Turm gut da, versicherte Michael Heitzmann, Leiter des städtischen Gebäudemanagements im Gemeinderat. Die Sanierung lohnt sich aus seiner Sicht allemal, auch wenn er nicht genau sagen kann, um wie viele Jahre sie die Lebenszeit des Turms verlängert, auf dessen obersten Plattform sich an klaren Tagen der Blick nicht nur bis zum Straßburger Münster, sondern bis hinein in die Vogesen und den Schwarzwald eröffnet. Wann der Weißtannenturm wieder erklommen werden kann, steht noch nicht fest. Die Sanierung wird voraussichtlich Ende Juli beginnen.

Spendenaktion für den Weißtannenturm


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