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Donnerstag, 09.04.2026 | 8.00 bis 18.00 Samstags auf An Joanna Klakla und Margaryta Miskevych "Zwei im Kaleidoskop"

Kurzbeschreibung

Joanna Klakla verbindet Holzschnitt und Collagen. Margaryta Miskevych malt mit Öl auf Leinwand.

Links Verlockung von Joanna Klakla und rechts aus der Serie "Nachtsicht" von Margaryta Miskevych
Links: Joanna Klakla, rechts: Margaryta Miskevych

Veranstalter

Anita Frei-Krämer
Richard-Wagner-Str. 97
77694 Kehl
Telefon 07851-76338

Veranstaltungsort

Kunstforum Kork
Landstraße 20
77695 Kehl-Kork
Fax 0 78 51 / 95 90 67

Beschreibung

Seit 23 Jahren lebt Joanna Klakla, gebürtige Polin, in Krakau ausgebildet, in Überlin-gen am Bodensee. Zeitweilig hat sie in Afrika gelebt und die Kulturzeugnisse von dort haben sich auch in ihre eigene Arbeitsweise hinein gewebt. Sie verwendet z.B. unterschiedliche Papiere und archaische Muster, die man dort auf Kacheln findet. In mehreren Druckvorgängen bewerkstelligt sie zurückhaltende pastellfarbige Untergrundgestaltungen, die von monumental wirkenden Formen überlagert werden. Die Mystik, d.h. die Rätselhaftigkeit und heilsame Spiritualität von Pflanzen verwandelt sie als Malerei auf diese gedruckten Untergründe. Oder sie montiert auf antiken Notenblättern vorher bemalte Stücke auf collageartige Weise. Auch kalligraphische Schriften finden auf den Bildern ihren Platz.

Die Verwandlungen und Metamorphosen machen aus diesen Motivfigurationen als Pflanze, Mensch oder Tier Sinn. Eine große Ausdruckskraft spricht zum Betrachter, der wie im Märchen sein Empfinden zum Dargestellten wahrnehmen kann. So weisen diese Bilder über die Schönheit und das Dekorative als tiefe Berührung hinaus in kollektives Seelenwissen.

Bei der seit 2011 in Deutschland lebenden Ukrainerin Margaryta Miskevych, die auf der Krim geboren wurde, geht die Post nach Studien in Charkiv, Mainz und Karlsruhe auf andere Weise ab: Sie malt mit Öl, verdünnt die Farbe teilweise, um lasierte Effekte zu erzie-len. Sie arbeitet auf Leinwand zum Teil auf Riesenformaten von 160 x 200 cm, aber auch handlich klein. Die Art, wie die Malerei daherkommt, zeigt einfache Lebenssituationen und Dinge, die halt da sind. Sie bewertet das Dargestellte nicht, sondern erbringt in fast kindli-cher Manier Zeitdokumente ganz banaler Situationen.

Das Bildnerische spielt sich in angedeuteten, aber auch realen Figurationen ab, die aber oft durch energischen Pinselstrich verwischt und damit ins Verborgene befördert wer-den. Einzig das Bild im Foyer nach einem Original vom russischen Maler Ilja Repin lässt das ursprüngliche Anliegen des Dargestellten erkennen. Repin hat mit Tolstoi gegen die Todesstrafe in Russland gekämpft und die Kosaken aus Saporischschja schreiben an den türkischen Sultan einen Protestbrief.

Berührend sind die Bilder durch ihre Neutralität doch, denn die zugrunde liegenden Sachverhalte betreffen jeden Zeitgenossen.

Text: Anita Frei-Krämer


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Freitag, 08.05.2026 | 19 Uhr Ilse Teipelke – JAPAN & ich

Kurzbeschreibung

Ausstellung und Performance
Ilse Teipelke zeigt neue Arbeiten, die von ihrem Japanaufenthalt (Oktober 2025) inspiriert sind.

Japan und ich
Ilse Teipelke

Veranstalter

Kulturbüro Kehl
Am Läger 12
77694 Kehl
Telefon 07851/88 2602
Fax 07851/88 2601

Veranstaltungsort

Das Kulturhaus | Projektraum (3. OG)
Am Läger 12
77694 Kehl

Beschreibung

Die renommierte Künstlerin verbindet kritische Gesellschaftsbilder mit poetischen Metaphern und verschiedenen Medien.
Die Ausstellung umfasst Handdrucke auf semitransparentem Papier, Texttafeln mit Haikus, Objekte und installative Arbeiten. Im Zentrum steht eine Papiertheater-Installation mit neun Pop-up-Tableaus: dreidimensionale Collagen zwischen Mythos, Geschichte und Gegenwart.
In der Performance werden sie als Erzähltheater aufgeführt: Jedes Tableau hat eine eigene Geschichte.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Ilse Teipelke studierte Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sie lehrte am Figurentheater-Kolleg in Bochum und an der Hochschule für Künste Bremen (mit Anna Oppermann und Eva-Maria Schön).
Ihre Performance „Der Berg“ – für die documenta 8, ist aus Klangexperimenten mit Terrakottastücken entstanden. Bei dieser „Erfindung“ handelt es sich um die Geräusche von in Wasser getauchten Keramikteilen. Über Mischpult verstärkt und im Detail visuell erlebbar durch Mikroaufnahmen, eröffnen die Ton-Stücke einen Bereich bislang ungehörter Musik aus dem Inneren der Erde.“ (aus dem Katalog der documenta 8, 1987)

Die Arbeiten der Künstlerin bewegen sich im Spannungsfeld von Materialexperiment, Körper, Raum und politischer, gesellschaftlicher sowie feministischer Fragestellungen. Dabei verfolgt sie oft ungewöhnliche Ansätze, etwa durch den Einsatz von Naturmaterialien wie Blumen oder durch Projekte, die künstlerische und soziale Themen miteinander verbinden.
Regional ist sie besonders im Raum Ortenau, Kehl und Offenburg präsent, wo sie auch kulturell engagiert ist.
Ilse Teipelke gehört zu den Künstlerinnen, die konsequent interdisziplinär und experimentell arbeiten – meist abseits des etablierten Kunstmarkts, jedoch mit einem äußerst klaren und eigenständigen künstlerischen Profil.


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