Ilse Teipelke – JAPAN & ich
Blitzinfo
Kurzbeschreibung
Ilse Teipelke zeigt neue Arbeiten, die von ihrem Japanaufenthalt (Oktober 2025) inspiriert sind.
Beschreibung
Die renommierte Künstlerin verbindet kritische Gesellschaftsbilder mit poetischen Metaphern und verschiedenen Medien.
Die Ausstellung umfasst Handdrucke auf semitransparentem Papier, Texttafeln mit Haikus, Objekte und installative Arbeiten. Im Zentrum steht eine Papiertheater-Installation mit neun Pop-up-Tableaus: dreidimensionale Collagen zwischen Mythos, Geschichte und Gegenwart.
In der Performance werden sie als Erzähltheater aufgeführt: Jedes Tableau hat eine eigene Geschichte.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Ilse Teipelke studierte Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sie lehrte am Figurentheater-Kolleg in Bochum und an der Hochschule für Künste Bremen (mit Anna Oppermann und Eva-Maria Schön).
Ihre Performance „Der Berg“ – für die documenta 8, ist aus Klangexperimenten mit Terrakottastücken entstanden. Bei dieser „Erfindung“ handelt es sich um die Geräusche von in Wasser getauchten Keramikteilen. Über Mischpult verstärkt und im Detail visuell erlebbar durch Mikroaufnahmen, eröffnen die Ton-Stücke einen Bereich bislang ungehörter Musik aus dem Inneren der Erde.“ (aus dem Katalog der documenta 8, 1987)
Die Arbeiten der Künstlerin bewegen sich im Spannungsfeld von Materialexperiment, Körper, Raum und politischer, gesellschaftlicher sowie feministischer Fragestellungen. Dabei verfolgt sie oft ungewöhnliche Ansätze, etwa durch den Einsatz von Naturmaterialien wie Blumen oder durch Projekte, die künstlerische und soziale Themen miteinander verbinden.
Regional ist sie besonders im Raum Ortenau, Kehl und Offenburg präsent, wo sie auch kulturell engagiert ist.
Ilse Teipelke gehört zu den Künstlerinnen, die konsequent interdisziplinär und experimentell arbeiten – meist abseits des etablierten Kunstmarkts, jedoch mit einem äußerst klaren und eigenständigen künstlerischen Profil.
