Donnerstag, 19.02.2026 | 8.00 bis 18.00 Samstags auf An Joanna Klakla und Margaryta Miskevych "Zwei im Kaleidoskop"
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Seit 23 Jahren lebt Joanna Klakla, gebürtige Polin, in Krakau ausgebildet, in Überlin-gen am Bodensee. Zeitweilig hat sie in Afrika gelebt und die Kulturzeugnisse von dort haben sich auch in ihre eigene Arbeitsweise hinein gewebt. Sie verwendet z.B. unterschiedliche Papiere und archaische Muster, die man dort auf Kacheln findet. In mehreren Druckvorgängen bewerkstelligt sie zurückhaltende pastellfarbige Untergrundgestaltungen, die von monumental wirkenden Formen überlagert werden. Die Mystik, d.h. die Rätselhaftigkeit und heilsame Spiritualität von Pflanzen verwandelt sie als Malerei auf diese gedruckten Untergründe. Oder sie montiert auf antiken Notenblättern vorher bemalte Stücke auf collageartige Weise. Auch kalligraphische Schriften finden auf den Bildern ihren Platz.
Die Verwandlungen und Metamorphosen machen aus diesen Motivfigurationen als Pflanze, Mensch oder Tier Sinn. Eine große Ausdruckskraft spricht zum Betrachter, der wie im Märchen sein Empfinden zum Dargestellten wahrnehmen kann. So weisen diese Bilder über die Schönheit und das Dekorative als tiefe Berührung hinaus in kollektives Seelenwissen.
Bei der seit 2011 in Deutschland lebenden Ukrainerin Margaryta Miskevych, die auf der Krim geboren wurde, geht die Post nach Studien in Charkiv, Mainz und Karlsruhe auf andere Weise ab: Sie malt mit Öl, verdünnt die Farbe teilweise, um lasierte Effekte zu erzie-len. Sie arbeitet auf Leinwand zum Teil auf Riesenformaten von 160 x 200 cm, aber auch handlich klein. Die Art, wie die Malerei daherkommt, zeigt einfache Lebenssituationen und Dinge, die halt da sind. Sie bewertet das Dargestellte nicht, sondern erbringt in fast kindli-cher Manier Zeitdokumente ganz banaler Situationen.
Das Bildnerische spielt sich in angedeuteten, aber auch realen Figurationen ab, die aber oft durch energischen Pinselstrich verwischt und damit ins Verborgene befördert wer-den. Einzig das Bild im Foyer nach einem Original vom russischen Maler Ilja Repin lässt das ursprüngliche Anliegen des Dargestellten erkennen. Repin hat mit Tolstoi gegen die Todesstrafe in Russland gekämpft und die Kosaken aus Saporischschja schreiben an den türkischen Sultan einen Protestbrief.
Berührend sind die Bilder durch ihre Neutralität doch, denn die zugrunde liegenden Sachverhalte betreffen jeden Zeitgenossen.
Text: Anita Frei-Krämer
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Ausstellung: KunstMontag, 02.03.2026 - Samstag, 23.05.2026 | 8.30 -20.30 /Sa. bis 14.00 DRECKSARBEIT - Der Mikrokosmos unter unseren Füßen
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Unsere Böden sind eine Welt im Verborgenen, und sie stecken voller Leben - vorausgesetzt sie sind „natürlich“ und gesund. Die Ausstellung möchte die fast immer Unsichtbaren sichtbar machen, damit die wichtigsten Tiere der Welt wahrnehmbar werden - die, an deren Überleben unser eigenes hängt.
In der extremen Vergrößerung eines Rasterelektronenmikroskops enthüllen Fotografien eine Welt, die wie Science-Fiction anmutet, sich aber tagtäglich unter unseren Füßen abspielt.
Der Kosmos des Allerkleinsten ist das Spezialgebiet von Nicole Ottawa und Oliver Meckes. Als eye of science hat sich das Paar international einen Namen gemacht und zahlreiche Preise gewonnen. Statt nur der Wissenschaft zu dienen, haben sie die Rasterelektronenmikroskopie zur Kunstform erhoben.
Die Ausstellung zeigt somit die kleinsten Lebewesen ganz groß.
Zur Ausstellung wird ein Begleitprogramm für Groß und Klein geboten.
